Georgien Wirtschaftsprofil
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Georgien Wirtschaftsprofil
Wirtschaftsprofil
WIRTSCHAFT: Georgien hat ein großes Wirtschaftspotential. Das Land ist reich an Bodenschätzen und verfügt über eine entwicklungsfähige Tourismusindustrie (Kurorte und Seebäder) in der Schwarzmeerregion. Manganerze, Braun- und Steinkohle, Zink, Wolfram, Quecksilber, Baryt, Blei, Eisenerz und Erdöl sind die wichtigsten Bodenschätze. Die Industrie konzentriert sich auf die Bereiche Maschinen- und Schiffbau, Metallverarbeitung, Mineraldüngerherstellung, Bekleidung sowie Nahrungsmittelverarbeitung. Tee, Wein, Obst (v. a. Zitrusfrüchte), Tabak und Gemüse sind die wichtigsten Agrarerzeugnisse. Georgien war der größte Teeproduzent innerhalb der ehemaligen UdSSR. Ausgeführt werden vor allem landwirtschaftliche Produkte und Getränke. Der Tourismus könnte langfristig ein beträchtlicher Devisenbringer werden, die Schwarzmeerküste war schon in Sowjetzeiten sehr beliebt. Es gibt auch einige Kurorte mit Heilquellen, gute Bedingungen für den Wintersport befinden sich im Kaukausus. Die Wirtschaftskrise, verursacht durch die instabile Lage, das Ende der zentralistischen Planwirtschaft und die hohen Kosten des Bürgerkrieges in Abchasien und Südossetien, hatten zu einer extrem hohen Inflationsrate (1994 ca. 20.000%) und einem starken Produktionsrückgang geführt. Seither wurden tiefgreifende Strukturreformen eingeleitet, die sich auf die Privatisierung von fast allen Kleinunternehmen bei gleichzeitiger Zurückdrängung des Staates aus der Wirtschaft konzentrieren. Dadurch konnten ein jährliches Wirtschaftswachstum von 10% und eine Reduzierung der Inflationsrate auf 30% erreicht werden. Die Arbeitslosenrate ist allerdings immer noch hoch. Die jüngsten Ziele der Wirtschaftspolitik umfassen auch die Privatisierung von größeren Unternehmen sowie eine Reform des Steuersystems und der Banken. Die Türkei ist Georgiens Haupthandelspartner, gefolgt von Rußland, Turkmenistan und Aserbaidschan.
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